JUGEND RETTET

FREE IUVENTA - SEENOTRETTUNG IST KEIN VERBRECHEN

JUGEND RETTET - IUVENTA

JUGEND RETTET ist ein Netzwerk junger Menschen, die sich organisiert haben um gegen das Sterben im Mittelmeer anzukämpfen. Wir haben ein Schiff, die IUVENTA, gekauft und bereits mehr als 14.000 Menschen aus Seenot gerettet. Damit wirken wir der humanitären Katastrophe auf dem Mittelmeer und dem kollektiven politischen Versagen an europäischen Außengrenzen entgegen.
Am 1. August beorderte die italienische Seenotrettungsleitstelle die IUVENTA nach Lampedusa. Anschließend wurde sie von Italienischen Behörden präventiv beschlagnahmt. Am Tag zuvor weigerten wir uns, den so genannten Code of Conduct (Verhaltenskodex) der italienischen Regierung zu unterschreiben, der uns zum Bruch von internationalem Seerecht gezwungen hätte.

KRIMINALISIERUNG DER SEENOTRETTUNG

Das Ziel der europäischen Migrationspolitik ist, den humanitären Korridor zu schliessen. Um das zu erreichen, werden die im Mittelmeer tätigen NGOs von Rettungsaktionen abgehalten. Die Situation eskalierte in einer Kampagne der Verleumdung und Kriminalisierung durch Politik und Medien, die uns fälschlicherweise der Zusammenarbeit mit Schleppern beschuldigt.
Als Rettungsorganisation befolgen wir die Anweisungen der verantwortlichen Behörde, der Seenotrettungsleitstelle in Italien. Unsere Rettungsmissionen berufen sich auf internationales Seerecht und beruhen auf den international anerkannten humanitären Prinzipien.
Mit der Absicht, die Festung Europa an ihren Aussengrenzen noch brutaler abzuschotten, verwendet die italienische Staatsanwaltschaft Aussagen und Vorwürfe aus rechtsextremen Kreisen. In der politisch motivierten Kampagne gegen die NGOs werden u.a. zweifelhafte Beweise aus dem Umfeld der rechtsextremen Identitären Bewegung verwendet.

EUROPAS BEIHILFE ZU VÖLKERRECHTSVERLETZUNGEN

Im libyschen Bürgerkrieg kämpfen verschiedene Milizen um die Macht. Die sogenannte libysche Küstenwache ist einer Bürgerkriegspartei zugehörig und wird durch europäische Staaten unterstützt. Diese libysche Küstenwache verbietet unter Androhung von Gewalt das unbefugte Befahren internationalen Gewässers und missachtet geltendes See- und Völkerrecht. Menschen, die bei der Überfahrt nach Europa aufgegriffen werden, landen in Haftlagern mit katastrophalen Bedingungen und sind massivster Gewalt und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Letztes Jahr sind über fünftausend Menschen bei dem Versuch, Europa über das Mittelmeer zu erreichen, gestorben.

UNTERSTÜTZEN

Europa übernimmt weiterhin keine Verantwortung für das unbeschreibliche Leid an unseren Außengrenzen, ermöglicht weder sichere Fluchtrouten noch staatliche Rettungsprogramme. Stattdessen finanzieren die europäische Staaten nun die Akteure, die gestern skrupellose Schlepper waren, damit sie heute im Dienste Europas Flüchtende von der Überfahrt abhalten. Währenddessen werden wir daran gehindert, mit unseren Rettungsmissionen die humanitäre Katastrophe zu dokumentieren und Menschenleben zu retten. Doch wir werden nicht aufhören, die tödliche Logik der europäischen Migrationspolitik anzuprangern und zu kritisieren. Mehr denn je sind wir nun auf deine Unterstützung angewiesen! Zeig dich solidarisch und erhebe deine Stimme für uns. Schon durch kleine Aktionen kannst du uns helfen: Teile unsere Beiträge! Setz dich für uns ein - egal ob mit einem Kommentar oder einem Transparent.
Nur zusammen können wir es schaffen, dass die IUVENTA wieder Leben retten kann.

#FreeIUVENTA - Seenotrettung ist kein Verbrechen

Pressemeldung

Berlin, 24.4.2018 Kassationsgericht in Rom lehnt Einspruch gegen Beschlagnahme der IUVENTA vom Jugend Rettet e.V. ab. Trotz ausbleibender Beweise für die Vorwürfe gegen die Organisation und hohen Todeszahlen auf der zentralen Mittelmeerroute fehlt die IUVENTA nun weiterhin im Einsatzgebiet.

Pressemappe #FreeIUVENTA

JEDER MENSCH VERDIENT DIE RETTUNG AUS SEENOT.

JUGEND RETTET ist ein Netzwerk junger Europäer_innen. Gemeinsam haben wir ein Schiff gekauft und umgebaut. Mit unserer IUVENTA machen wir das, was die Regierung nicht schafft - die Rettung von Menschen aus Seenot. Wir klären über die Situation vor Ort auf und suchen gemeinsam nach Lösungen. Informiere dich hier über unsere Arbeit.

SITUATION

Noch nie ertranken so viele Menschen bei ihrer Flucht über die zentrale Mittelmeerroute, wie in den vergangenen Jahren. Allein 2017 kam 2831 Mal jede Hilfe zu spät.
Wie hoch die Dunkelziffer ist, können wir kaum erahnen.
Trotzdem übernimmt Europa keine Verantwortung für dieses unbeschreibliche Leid an unseren Außengrenzen. Weiterhin gibt es kein staatliches Seenotrettungsprogramm. Stattdessen sollen die Menschen in libyschen Lagern aufgehalten werden. Die Zustände, die dort herrschen, wurden uns von Geflüchteten als menschenunwürdig und grausam beschrieben.

Unsere Ideale

Die Iuventa

Mit unserem Schiff, der IUVENTA, retten wir seit dem 24. Juli 2016 Menschen aus Seenot. In den Jahren 2016 und 2017 konnten unsere Crews in 15 Missionen über 14.000 Menschen vor dem Tod bewahren. Unsere IUVENTA ist somit konkretes Handlungsfeld und Symbol. Wir sind selbst aktiv und handeln. Wir zeigen, dass es möglich ist, etwas gegen das Sterben zu tun. Damit durchbrechen wir das Gefühl der Ohnmacht, welches aktuell in der Politik herrscht.

Unsere Forderung

Als junge Europäer_innen können und wollen wir den Status Quo der europäischen Asylpolitik nicht hinnehmen. Wir fordern von den politischen Akteuren die Notsituation der Menschen zu entschärfen und praktische Hilfe zu leisten. Dafür brauchen wir ein Seenotrettungsprogramm und die Entkriminalisierung von Flucht und flüchtenden Menschen. Stattdessen werden die Menschen mit neugezogenen Mauern von der "Festung Europa" ferngehalten und in ihrer Mobilität eingeschränkt - Diese Maßnahmen lehnen wir ab.

WAS WIR KONKRET MACHEN

Mit dem Botschafter_Innen-Netzwerk schafft unsere Organisation eine Plattform, auf der sich junge Menschen langfristig über nationale und europäische Positionen in der Flüchtlingspolitik und Seenotrettung austauschen können. Der Verein engagiert sich also einerseits in dem konkreten und hoch symbolischen Aktionsfeld unseres Schiffes und schafft andererseits eine politische Plattform: das Botschafter_Innen- Netzwerk.

Mit unserer IUVENTA patrouillieren wir seit Juli 2016 auf der zentralen Mittelmeerroute nahe der libyschen Hoheitsgewässer. Wir finden in Seenot geratene Boote und bringen die Menschen in Sicherheit. An Bord der IUVENTA leisten wir Erste Hilfe und versorgen die Geretteten mit Wasser und Nahrung.
In unseren ersten Einsatzjahren 2016 und 2017 konnten wir auf 15 Rettungsmissionen über 14.000 Menschen aus Lebensgefahr retten.

WAS WIR KONKRET MACHEN wollen

Neben der Seenotrettung wollen wir mit unserem europäischen Botschafter_innen-Netzwerk ein Zeichen setzen und mit politischer Arbeit gegen den Status Quo der europäischen Asylpolitik vorgehen. Dabei setzen wir auf die Teilnahme junger Europäer_innen am politischen Geschehen. Als junge Generation wollen wir uns aktiv an der Gestaltung einer lebenswerten Gesellschaft beteiligen. Gemeinsam machen wir auf den Missstand an unseren Außengrenzen aufmerksam, informieren über die politische Situation vor Ort und mobilisieren europaweit Unterstützer_innen. Dadurch wollen wir öffentlichen Druck auf staatliche Akteur_innen ausüben, endlich das fundamentale Recht auf Leben und Sicherheit auch auf dem Mittelmeer durchzusetzen.

Über uns

Team

Rette mit als...

NOCH FRAGEN?

News

2018/04/24 Einspruch gegen Beschlagnahme der IUVENTA abgelehnt.

Kassationsgericht in Rom lehnt Einspruch gegen Beschlagnahme der IUVENTA vom Jugend Rettet e.V. ab. Trotz ausbleibender Beweise für die Vorwürfe gegen die Organisation und hohen Todeszahlen auf der zentralen Mittelmeerroute fehlt die IUVENTA nun weiterhin im Einsatzgebiet.
Die Erste Strafkammer des Kassationsgerichts hat dem Einspruch von Jugend Rettet nicht stattgegeben und somit gegen eine unmittelbare Aufhebung der Beschlagnahme der IUVENTA entschieden.
Eine genauere Begründung der Entscheidung steht derzeit noch aus.

2018/04/23 Beschluss über Freigabe der IUVENTA wird morgen früh mitgeteilt.

Das Kassationsgericht in Rom hat heute Vormittag getagt, ein Beschluss wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben. Für unsere Anwälte ist klar: Die erhobenen Vorwürfe, die bereits von externen Expert*innen widerlegt wurden, erfüllen nicht die Kriterien für eine Beschlagnahme der IUVENTA. Bis heute Abend werden die Richter eine Entscheidung gefällt haben. Über den Ausgang der Entscheidung werden wir dann morgen früh informiert.

2018/04/18 Jugend Rettet startet Petitionsseite #right2rescue

Auf der Petitionsseite right2rescue.org kann folgende Erklärung unterschrieben werden:

"Beschlagnahmte Schiffe retten keine Menschenleben. Wir fordern die Freigabe der IUVENTA. Ich unterstütze hiermit die humanitäre Arbeit der zivilen Seenotrettungsorganisationen."

ARCHIV